Die 10 größten Internetgefahren

Wir haben hier für euch eine übersicht über die 10 größten Internetgefahren:

 

Sie sind der Klassiker unter den Cyber-Schädlingen: Viren und Trojaner nisten sich unbemerkt in Computern ein und klauen persönliche Daten und/oder infizieren E-Mails. Jeden Tag gibt es Hundertausende neue Versionen dieser Schadsoftware, vor denen sich Nutzer mit aktuellen Anti-Viren-Programmen schützen könnten. Das Problem: Trotzdem bleiben die Hälfte aller Schädlinge unbemerkt.

Sie können überall lauern: Manipulierte Webseiten, die vom Nutzer unbemerkt Schadsoftware auf den Rechner überspielen. 2018 soll es mehr als 145 Millionen solcher Webseiten gegeben haben, die oft über veraltete Browser-Zusatzprogramme (Plugins) Daten ausspähen. Diese "Drive-by-Downloads" genannten Vorgänge gehören aufgrund ihrer rasanten Verbreitung zu den größten Bedrohungen. Nutzer können sich schützen, indem sie die Plugins (z.B. Flash, Java, Acrobat-Reader usw.) regelmäßig aktualisieren.

Die Nummer drei unter den Internet-Gefahren geht von Webseiten aus, auf denen Cyber-Gangster Schadcodes eingespeist haben, um das Ausspähen von sensiblen Login-Daten zu ermöglichen. Laut Bitkom sind von dieser "SQL-Injection" nicht nur Webseiten, sondern auch Apps für mobile Endgeräte betroffen. Am Rechner schützt man sich durch das Abschalten von Javascript und Flash, Apps sollten immer nur aus den offiziellen App-Stores geladen werden, weil dies einen besseren Schutz verspricht.

Cyber-Kriminelle fassen Rechner, die sie gekapert haben, zu sogenannten "Bot-Netzen" zusammen. Damit spähen sie persönliche Daten aus oder nutzen diese Netzwerke für Spam-und Phishingmails oder gefährliche Massenattacken auf IT-Systeme ("Denial-of-Service-Attacken"). Dabei sind neben Computern zunehmend auch Smartphones und andere Geräte wie z.B. W-LAN Router betroffen. PAYBACK Security rät, aktuelle Software, Virenscanner und Firewalls einzusetzen, um sich zu schützen.

Wenn einzelne Netzdienste mit massenhaften Anfragen überhäuft werden, um sie zum Zusammenbruch zu bringen, spricht man von "Denial-of-Service-Attacken" (DoS). Sie werden von Bot-Netzen, aber auch einzelnen Rechnern ausgeführt.

Drei Viertel (75%) aller E-Mails sind unerwünschten Ursprungs, häufig verbergen sich hinter scheinbar seriösen Rechnungen oder Informationen infizierte Dateien oder gefährliche Links auf Schadsoftware. Nutzer sollten daher den Spamfilter ihrer Anbieter nutzen und bei E-Mails unbekannter Herkunft weder Anhänge öffnen noch auf Links klicken. Vorsicht sollten Nutzer auch bei Social-Media-Spam walten lassen, der mit ähnlichen Tricks arbeitet.

Per "Phishing" sollen Nutzern persönliche Daten (Identität, Login etc.) gestohlen werden - das können etwa gefälschte Links zu Onlinehändlern oder Bezahldiensten sein, wo Opfer ihre Daten preisgeben sollen. Geraten wird, den gesunden Menschenverstand zu nutzen: Unternehmen würden niemals per E-Mail nach Zugangsdaten fragen oder darum bitten, vertrauliche Angaben im Netz einzugeben. E-Mails mit solchen Anfragen und verdächtigen Dateianhängen sollte man sofort löschen.

Viren-Baukästen werden von Experten als sogenannte "Exploit-Kits" bezeichnet - sie ermöglichen auch unerfahrenen Anwendern automatisierte Angriffe mit Schadsoftware.

Gefahr droht nicht nur aus dem Netz, sondern auch durch den Verlust von Datenträgern. Gehen Geräte durch Diebstahl oder versehentliches Abhandenkommen verloren, können private Daten in die falschen Hände geraten. Deshalb sollten die Geräte möglichst mit Passwörtern gesichert und Daten verschlüsselt werden. Wenn möglich, sollten Inhalte per Web-Fernbedienung gelöscht werden (können).

Cyber-Attacken haben häufig den Verlust privater Daten zur Folge, etwa Kreditkarteninformationen oder intime Fotos. Die Folgen können für den Nutzer verheerend sein.